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Fachsymposium von Verein POLYGRAPH Leipzig e.V. und SID fand großes Interesse

Am 15. November 2019 fand in den Räumen des Sächsischen Instituts für die Druckindustrie (SID) in Leipzig ein Fachsymposium statt. Den Rahmen bildete die Jahreshauptversammlung des Vereins POLYGRAPH Leipzig e. V. der als Träger seit 1993 die Tätigkeit des Instituts als Ansprechpartner für die Druck- und Medienindustrie gewährleistet.

Nach einem Rundgang durch die Labore und den Drucksaal begrüßte der Vorstandsvorsitzende des Vereins Lutz Richter die Besucher aus der grafischen Industrie und Vertreter der Fachpresse. Er gab einen kleinen Abriss zur Historie des Vereins, der mit seinem wissenschaftlich-technischem Engagement die ausgezeichnete und anerkannte Tradition des Buchstandorts Leipzig fortführt. Durch die nationalen und grenzüberschreitenden Aktivitäten des Instituts und die Schwesterfirma PITSID Polygraphische innovative Technik Leipzig GmbH können Forschungsprojekte kompetent bearbeitet werden, die auch unter Einbeziehung von Partnern aus anderen Instituten und der Industrie stattfinden. Mitglieder des Vereins sind renommierte deutsche und internationale Unternehmen des grafischen Maschinenbaus, Zulieferer für die Druckindustrie und Anwender aus Druck, Weiterverarbeitung, Veredelung und Verpackung. 

Digitalisierung im Drucksaal und in der Banknotenproduktion

Dr. Jürgen Stopporka, Geschäftsführer des Instituts beschäftigte sich in seinem Vortrag mit dem Wandel der Messgeräteentwicklung, der auch in die Druckindustrie Einzug hält. Er erklärte dies am Beispiel des NIP CON SMART, dem Kontaktstreifenmesssystem, das im Institut entwickelt und jetzt durch die PITSID GmbH gefertigt und vertrieben wird. Das innovative System dient zur schnellen Einstellung der Pressung zwischen harten und weichen Walzen im Walzenstuhl von Offsetdruckmaschinen. Die Bedienung erfolgt intuitiv über ein Tablet, das auch den Datenexport und die Protokollfunktion übernimmt. 
Reinhard Plaschka, Global Vice President, Head of Banknote Production der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH behandelte in seinem Vortrag die Digitalisierung in der Banknotenherstellung. Bei dem international agierenden Unternehmen mit über die ganze Welt verteilten Standorten wurden digitale Systeme für die Banknotenproduktion zur Information der Kunden wie auch der Mitarbeiter eingeführt. Dieser Prozess lief parallel zur Automatisierung innerhalb der Produktionsprozesse und beinhaltet u. a. die Implementierung einer Infrastruktur für Datenabfragen von außerhalb für die Kunden des Unternehmens.

Digitalisierung 4.0 und die Herausforderungen bei UV-Anwendungen

Dr. Michael Dattner von der BST eltromat GmbH sprach im Rahmen seines Vortrages „Qualitätssicherung 4.0: aktueller Stand und Ausblick“ über die derzeitige Nutzung und die zukünftige Entwicklung der Qualitätssicherung. BST eltromat ist in den verschiedensten Industrien, wie der Druckindustrie, der Gummiherstellung, aber auch bei der Herstellung von Batterien oder von flächigen Substraten im Einsatz. Ziel der Entwicklungen hin zur „Qualitätssicherung 4.0“ ist die Kommunikation entlang der Wertschöpfungskette. 
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Beatrix Genest (SID) Projekte und Dienstleistungen des Instituts für Anwendungen von UV-Farben und -Lacken vor. Neben vielen Vorteilen, die diese Technologie bietet, wirft sie doch auch einige Fragestellungen auf. Dazu gehören die vollständige Aushärtung des Farbfilms, die Standardisierung, z. B. hinsichtlich der Tonwertzunahme und der Farbwiedergabe sowie die Rückführung der rückstandsfreien Papierfaser in den Stoffkreislauf (Deinking). 
Die nicht alltäglichen Vorträge führten beim Abschluss zu angeregten Diskussionen der mehr als 40 Besucher, fanden viel Anerkennung und ließen die Veranstaltung erfolgreich ausklingen.